Ja, ich bereue. Ich wollte die ganze Woche schon meine “Blogvision 2010″ posten, wie ich das letzten Sonntag angekündigt habe. Aber es war viel los und so bin ich nicht dazu gekommen. Dafür habe ich jetzt ein bisschen mehr zu berichten und die Vision kommt anschließend. Chronologisch sieht das so aus:
Sonntag, 29.04.: Ich hatte mal wieder einen großen Tisch für 12 Leute im Amadeus in Stuttgart bestellt und ein paar Leute darüber informiert. Da gibt es ein gutes Brunch-Buffet und eine nette Atmosphäre. Ein guter Rahmen also, um interessante Menschen zusammen zu bringen, sie sich vorher noch nicht kannten. Entsprechend hatten wir spannende Gesprächsthemen und einen netten Vormittag bei herrlichem Wetter an unserem Tisch im Innenhof. Sobald der nächste Termin feststeht, werde ich das diesmal auch hier veröffentlichen!
Anschließend ging’s weiter zum Frühlingsfest auf den Cannstatter Wasen zum durchschütteln lassen (Wildwasserbahn und so’n Rotationsteil “um x-, y- und z-Achse”), schießen (ich habe völlig versagt!) und zum Schluss nochmal auf ein Desperados auf den SkyBeach.
Dienstag (Tag der Arbeit): Baggersee und Frankreich mit Jan. Erst haben wir uns ein bisschen Papier zum Lesen geschnappt und sind an den See gefahren. War ein bisschen windig und bei dem Sand/Staub nicht so ganz optimal. Aber trotzdem toll. Wir beide waren auch die einzigen im Wasser. Komisch eigentlich, war doch “schön warm”… :-) Außerdem gibt’s da große Sandberge und alte Blechschilder, mit denen man die Sandberge hinabsurfen kann. Oder es zumindest versuchen…
Danach sind wir mit dem Ziel nach Frankreich gefahren, uns dort beim Durchfahren mit leckeren Flammkuchen bewerfen zu lassen. So kommt einem das ja für gewöhnlich vor, wenn man durch’s Elsass fährt: An jeder Ecke eine Kneipe, die so lange immer neue Flammkuchen auf den Tisch stellt, bis man glaubwürdig genug protestiert. Nicht aber am ersten Mai! Alles zu, nirgends Flammkuchen. Und wir haben Hunger. Auf der verzweifelten Suche nach Essen haben wir in Lützelburg eine schicke alte Ruine entdeckt. Dagegen kann die von Forchtenberg einpacken! Und in Phalsbourg haben wir dann auch tatsächlich einen “Flammkuchen” bekommen. Der war zwar mächtig verbrannt und hatte mehr Gemeinsamkeiten mit einer Pizza. Aber wenn man schon ein Loch im Bauch hat…
Donnerstag: Mein erster Vortrag in Second Life! Wolfgang Tischer hat in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg einen Vortrag Web 2.0 und das Verlagswesen gehalten. Das Thema haben wir ja schon x-mal durchgekaut. Aber die Präsentationsform war neu für mich. Und ich bin begeistert! Es war für mich überhaupt erst das zweite Mal, dass ich mich in Second Life aufgehalten habe. Vor ein paar Wochen habe ich mich mal registriert, bin aber über die Training-Area nicht hinaus gekommen. Fasziniert bin ich auch davon, dass die Landesvertretung wie sie in Berlin steht quasi 1:1 nachgebaut wurde. Aber viel mehr inspiriert hat mich das Medium. Dass Second Life mehr ist als eine Spiel- und Freizeitplattform ist mir schon länger klar. Welche Möglichkeiten sich aber dadurch ergeben, dass für einen solchen Vortrag das Raumgefühl und die Interaktion mit den anderen Teilnehmern so realisistisch imitiert werden kann, ist mir am Donnerstagabend erst bewusst geworden. Ein wichtiges Argument für First Life-Seminare und -Schulungsveranstaltungen sind ja überwiegend nicht die Inhalte, sondern das Socializing: Die Unterhaltung mit den anderen Teilnehmern in der Kaffeepause und abends beim Bier. Überwiegend dafür werden die Reisekosten ja produziert. Mit Second Life kann das aber alles unter einen Hut gebracht werden: Inhalte, Socializing, keine Kosten für Anfahrt(-szeit) und Übernachtung und dazu noch nebenherHemden bügeln, Bier trinken und ungepflegt aussehen. Hallo Zukunft, wir kommen!
Freitag: Die hab ich mir bestellt: Canon IXUS 70 Digitalkamera (7 Megapixel) schwarz. Morgen wird sie wohl geliefert. Damit kann ich meinen flickr-Account endlich richtig zum Leben erwecken! Auch wenn mir meine beiden Analog-SLRs (zwei Canon EOS 50E mit diversen Objektiven (u.a. ein 85 mm/1.4) und viel Zubehör, eingelagert bei meinen Eltern) fehlen, wie ich gestern beim Burgseminar wieder gemerkt habe. Fotografieren ist eigentlich meine große Leidenschaft, ich komme nur nicht mehr dazu. Vielleicht nehme ich die Ausrüstung mit nem Packen Schwarzweißfilme nach Bulgarien mit. Mal schauen.
Freitag/Samstag: Seminar auf der Burg Windeck. Interessante Vorträge, nette Leute, gutes Essen, tolles Ambiente, interessante Gespräche, schönes Wetter. Eine rundum gelungene Veranstaltung eben.
Jetzt geh ich joggen (wie immer: am Rheindamm bei Greffern) und heute Abend blogge ich meine Blogvision 2010. Versprochen.