Christoph Huebner

flickr-Statistiken: Das gibt’s doch nicht!

Ich habe gerade mal einen Blick in die Statistiken meines flickr-Accounts geworfen und irgendwie meinen Augen nicht getraut. Insgesamt habe ich 1.436 Fotos bei flickr, die 18.611 mal aufgerufen wurden. Das entspricht im Durchschnitt knapp 13 Views pro Bild. Soweit unspektakulär. Aber jetzt kommt der Hammer: Dieses Bild hier wurde bis heute 5.600 mal aufgerufen!

Das nächste Bild in der Topliste hat “nur” 364 Views und ist das hier:

Dann geht es mit vergleichsweise kleinen Zahlen weiter. Sehr eigenartig ist das. Eigentlich. Denn die beiden Bilder sind nirgends eingebunden oder verlinkt. 88 Prozent des Traffics des ersten Bildes kommt aus der Google-Bildersuche, 8 Prozent über die Yahoo-Bildersuche und der Rest über die flickr-Suche. Kann es also sein, dass es am Titel liegt?! Der lautet beim ersten Bild nämlich so: “Was aussieht wie eine Vergewaltigung… …ist in Wirklichkeit ein liebevolles Aufwecken. ” Und beim zweiten: “Frischfleisch, ganz schön heiß!

Suchen die Leute allen Ernstes bei den Bildersuchmaschinen derart häufig nach “Vergewaltigung” und “Frischfleisch”? Das ist nicht sehr erfreulich, geradezu erschreckend! Was erwarten diese Leute dort zu finden?

Christoph Huebner

So machen wir das!

Sehr schöne Motivations-Inspiration. Isn’t it?

Gary Vaynerchuck, der berühmte US-Weinhändler.

Facebook will bekanntermaßen in Deutschland groß raus kommen und die Platzhirsche StudiVZ und Wer-kennt-wen vom Thron der Social Networks verdrängen. Auch auf XING ist ein Angriff geplant, da sich Facebook laut gestriger Aussage des Gründers Mark Zuckerberg nicht nur als Studentenplattform versteht, sondern durchaus auch private und geschäftliche Netzwerke verbinden will. Es ist also mit reichlich Gegenwind zu rechnen. Die Kriegskassen der anderen Marktteilnehmer sind voll und man hört, dass auch hier in den nächsten Monaten einiges an Innovationen zu erwarten ist.
Der Einstieg in Deutschland kommt zwar reichlich spät, nachdem Facebook international bereits über 100 Millionen angemeldete Nutzer hat - und in Deutschland nur eine Million. Aber besser spät als nie. Und andererseits hat Facebook auch einiges mehr zu bieten, als die Angebote am deutschen Markt.

Gestern war die Berliner Kickoff-Veranstaltung für die Facebook-Deutschland-Kampagne. Organisiert wird die ganze Aktion vom kleinen Berliner Startup Smaboo. Das sind innovative Leute aus der Ambient-Werbeszene. Im Kern verdienen sie ihr Geld damit, Studenten zu vermarkten, die die Werbefläche auf der Rückseite ihrer Notebooks vermarkten (und dazu noch Flyer verteilen etc.). Die Facebook-Kampagne setzt im Wesentlichen auf die viralen Fähigkeiten von jeweils 100 “Botschaftern” in München und Berlin, die unentgeltlich gegeneinander antreten. Wer im Kampagnen-Zeitraum (ab 15. Oktober) die meisten neuen Facebook-Nutzer geworben hat, hat gewonnen und bekommt eine große Party geschmissen. Zwischendurch werden noch jede Woche Preise wie iPhone verlost und am Ende dürfen fünf Teilnehmer über den großen Teich zu Facebook fliegen und sich dort alles genau anschauen. Soweit die Theorie.

In der Praxis stelle ich mir dann doch Fragen über die Ernsthaftigkeit des Markteinstiegs und über die finanzielle Ausstattung der Kampagne. Da kommt ein Web 2.0-Milliardär und Chef über mehr als 600 Mitarbeiter nach Deutschland und spricht zu seinen Jüngern, die dafür ein ziemlich billig wirkendes T-Shirt, blaue Gummiarmbändchen und einen Facebook-Aufkleber bekommen. Anschließend gibt’s für alle noch Wasser, Fanta und Cola aus transparenten Plastikbechern und dazu Flips, Chips und Salzstangen. Keine Stunde nach Ende der Veranstaltung steigt Herr Zuckerberg in die Langversion einer schwarzen S-Klasse und lässt sich davon fahren. Von den 441 angemeldeten Teilnehmern waren nach eigener Schätzung deutlich weniger als die Hälfte da. Von den 100 Botschafter-”Planstellen” sind einige “absichtlich” noch nicht vergeben, “damit Ihr Eure Freunde auch noch zum Mitmachen begeistern könnt”.

Wie ernst gemeint kann so eine Kampagne sein? Soll sie nur vermeintliche Copycat-Mitbewerber einschüchtern, um Übernahmeverhandlungen zu beschleunigen? Davon ablenken, dass im Hintergrund etwas viel größeres vorbereitet wird? Oder ist es den Herren in Palo Alto doch nicht so ernst mit dem Einstieg in Deutschland? Die Möglichkeiten für eine “richtige” Kampagne haben sie jedenfalls.

Nun gut. Ich bin gern Botschafter, weil ich vom Angebo von Facebook überzeugt bin. Ich glaube an das Potenzial der Plattform und nutze sie mit Begeisterung. Bei der Kampagne mache ich mit, weil ich das für eine schöne Gaudi halte. Es wird sicher Spaß machen und auch einigen Staub aufwirbeln. Dass Facebook allerdings allein damit den deutschen Markt umkrempeln kann, glaube ich bei allem Wohlwollen für das Engagement der Leute von Smaboo und dem Glauben an eine User-Generated-Campaign jedoch nicht.

shozu

Über 100 Mio. User bei Facebook


Und die größte Fotosharing-Site der Welt. 64 Mio. Bilder hat flickr. Und etwa 105 Mio. hat Facebook. Facebook richtet sich als Netzwerk sowohl an private als an familiäre und geschäftliche Netzwerke - und vereint diese mit entsprechenden Privacy Settings.

 

shozu

Marc Zuckerberg ist da!


24 Jahre alt, North-Face-Jacke, Hände in der Tasche - einer wie Du und ich. Wir sind alle gespannt, was er zu verkünden hat.

 

shozu

Facebook-Botschafter-Treffen


Am 15.10. geht’s los. Ich bin Facebook-Botschafter in und für Berlin. Gerade ist das Vorbereitungstreffen an der TU Berlin und gleich kommt dann Marc Zuckerberg himself.

Christoph Huebner

Womit ich mich zurzeit so beschäftige

  1. Der deutsche Internet-Pranger ist gerade so ein Hobby von mir.
  2. Bei Mediatable gibt’s bald ein neues System für Gastronomen, um sich diese tollen Tische auf die Terrasse zu stellen.
  3. Meine Geschäftsidee ist zwar um ein, zwei Prioritätsstufen zurück gestellt, aber da tut sich auch ein bisschen was.
  4. Ich bin jetzt im Vorstand des Berliner Clubs im Kommunikationsverband und sammle zusammen mit Sven Lorenz ein paar Ideen, wie wir aus dem Laden wieder was machen können.
  5. Ich habe Twitter für mich wieder entdeckt. Außerdem diverse Blogs (siehe Blogroll), Berlin und dergleichen mehr.
shozu

Nächstes Wettlecken auf der OMD


Noch größer als je zuvor präsentiert sich die diesjährige OMD, die Online Marketing Düsseldorf. 380 Aussteller zeigen auf immer ausgefalleneren Messeständen, dass es der Branche eigentlich gut geht. Und dennoch sind die Hostessen und Verkäufer aggressiv wie bisher. Man kann nichtmal in Ruhe auf einem Sitzquader bei “Newsmarketing” sitzen und kurz offensichtlich konzentriert diesen Blogbeitrag in sein Handy quetschen, ohne dass einen jemand vom Standpersonal zutextet. Auch ansonsten gilt die Devise: Augenkontakt zu den leicht bekleideten Hostessen, die mit Papier aufmunitioniert mitten im Gang vor den Ständen stehen, tunlichst vermeiden! Denn das wird gleich als Interesse am Produkt interpretiert - auch wenn der Standbestücker selbstherrlich verschweigt, was er so anbietet und voraussetzt, dass man seinen Namen kennt… Ansonsten ist die OMD wieder ein großes Familientreffen. Man kann kaum einen Gang entlang gehen, ohne ein bekanntes Gesicht zu treffen. Und jetzt hat mir die zweite Standbedienstete, die mich angequatscht hat, immerhin etwas zu trinken bringen lassen. Vielleicht sollte ich mich doch jetzt mal mit denen unterhalten. Denn gerade bringen sie mir noch einen Teller mit Kleinigkeiten zu essen.

 

Merkt’s Euch vor: Der nächste Brunchtermin - und gleichzeitig der erste in Berlin - ist am Sonntag, 20. Juli. Ab 10:30 hab’ ich nen großen Tisch reserviert. Ich habe mir das “Nola’s am Weinberg” rausgesucht (Veteranenstraße 9, 10119 Berlin-Mitte).

Wer Kinder hat, bringt die am besten mit - es sind noch mehr da. Das selbe gilt natürlich auch für Ehe-, Geschäfts-, Lebensabschnittspartner und Mitbewohner etc.

Ich bitte um ne kurze Antwort, damit ich die Reservierung ggf. ändern kann.

Christoph Huebner

Die EU-Checker lassen grüßen

Jan hat heute mit einem Jahr Verzögerung für sich alleine unseren alten Plan verwirklicht und sich einen VW-Bus gekauft. Mit dem wollten wir ja eigentlich letzten Sommer durch Bulgarien fahren. Ich habe ihn begleitet und anschließend haben wir den Anlass bei Maria (Qype) gebührlich bei Tarator
Tarator

und Schopska-Salat
Schopska-Salat

begangen. Als ehemaliger EU-Checker habe ich dabei jedenfalls leuchtende Augen bekommen. So eine bulgarische Kaltsuppe ist bei dem Wetter eben auch wirklich etwas Feines. Und Primaria ist eine gute Adresse für das nächste “Klassentreffen”.

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